“Pianississimo” und “seufzend, wie die Seufzerbrücke”: so präsentiert sich das Museum für Musikinstrumente des Konservatoriums Benedetto Marcello in Venedig, im Palazzo Pisani
Ich beginne die Geschichte des kleinen interessanten Museums für Musikinstrumente des venezianischen Konservatoriums gerne mit den beiden oben zitierten Ausdrücken von Wagner. Er hat sie geprägt und gebraucht, als er das venezianische Orchester auf die Aufführung seiner Symphonie in C-Dur vorbereitete. Diese dirigierte er am Heiligen Abend des Jahres 1882, um den Geburtstag seiner Frau Cosima Liszt zu feiern. Der berühmte Meister wird deswegen in einem Saal des Museums geehrt.
Die Wiederholung dieses berühmten Konzertes fand am 28. November 2019 im Fenice-Theater statt und verzeichnete unter den Gästen einen großen Erfolg.
Im letzten Jahrzehnt beginnt das Museum in einer versteckten Ecke des bekannten Palazzo Pisani seine Existenz “pianississimo” und stillschweigend; dieser Anfang geschieht recht “seufzend” im sporadischen Hinzukommen von neuen Ausstellungsstücken und unregelmäßigen Öffnungszeiten. Das Museum, ca. im Jahr 2000 von Maestro Verardo gegründet, wurde 2016 in der aktuellen Anordnung der Ausstellungskästen und Instrumente neu eingerichtet.
Das Konservatorium von Venedig
Das Konservatorium wurde 1876 als private Gymnasiums-Musikgesellschaft (zehn Jahre nach der Eingliederung Venedigs in den italienischen Staat) gegründet und fand seinen ersten Sitz 1877 in Palazzo Da Ponte und danach ab 1880 in den Sale Apollinee des Fenice-Theaters. Dort blieb es bis 1899 (an dem Ort, wo Wagner 1882 sein berühmtes letztes Konzert dirigierte).
Das Konservatorium zog danach endgültig in den Palazzo Pisani, der 1897 teilweise von der Stadt Venedig aufgekauft wurde. Der Erwerb, der sich auf den jüngsten Teil des Gebäudes, d.h. jenen, der um den zweiten Hof gebaut wurde, wurde 1921 abgeschlossen.
Die Beziehung zwischen Wagner und dem venezianischen Konservatorium
Wagner, der zuvor andere mögliche Orte für die Geburtstagsfeier seiner Frau Cosima in Betracht gezogen hatte, wählte Venedig, auch wegen seiner persönlichen Beziehungen zum Pianisten Bassani, der im Konservatorium aktiv und ein enger Freund Liszts war. Liszt, der Schwiegervater des großen deutschen Meisters und ein berühmter Kollege desselben, vermittelte zwischen den beiden.
Wagner sollte so zufrieden mit dem Orchester der Gymnasiums-Musikgesellschaft sein (gegründet als private Institution, ab 1895 städtische und 1940 nationale Einrichtung), dass er ihm als Dank sein Notenpult und seinen Dirigentenstock schenkte, Gegenstände, die heute in dem ihm gewidmeten SAAL zu sehen sind, dem DRITTEN des Museums (Foto 1).

Luisa Baccara stiftete in den Fünfziger Jahren Wagners Mütze, welche auf dem Foto gut sichtbar ist und ein Verwandter Wagners stiftete die Totenmaske, die von dem Bildhauer Augusto Benvenuti angefertigt wurde.
Der Brief im Schaukasten enthält den an Cosima gerichteten Beileidsentwurf des Minister- und Verwaltungspräsidenten Giuseppe Contin di Castelseprio. An den Wänden des kleinen Saales hängen Fotos von Lehrern und Mitgliedern der unterschiedlichen Verwaltungsorgane des damaligen Musik-Gymnasiums (unter diesen der erste Vorsitzende Giuseppe Contin di Castelseprio); einige von ihnen spielten zusammen mit ihren Schülern in dem von Wagner dirigierten Konzert des 24. Dezember (Foto 2).

Das kleine Museum des großen venezianischen Konservatoriums
Das gesamte Museum ist ein Schmuckstück, bisher nicht leicht besichtigbar und deshalb recht unbekannt; es ist beispielhaft in der Schönheit der ausgestellten Instrumente und wegen der didaktischen Bedeutung derselben. Es handelt sich um wenige Säle, die sich in einem Mezzaningeschoss befinden, das mit leichten, noch lesbaren Stuckarbeiten dekoriert ist.
Man sieht beispielsweise die vier Jahreszeiten (Foto 3) oder die vier Elemente (Foto 4) und weitere Details von Decke und Wänden (Foto 5 und 6).




Saal der Saiteninstrumente
Am Eingang des ERSTEN SAALES, der einfach atemberaubend ist und Saiteninstrumente ausstellt, sieht man ein polygonales Spinett von 1563 aus der Sammlung der Familie Levi (Foto 7); für Mädchen aus gutem Hause und aus den “Ospedali-Konservatorien” gehörte es sich, Spinett spielen zu können.

In der Nähe des Mezzanineingangs kann man eine Reihe von Harfen bewundern; die erste hat noch keine Pedale, die anderen hingegen besitzen sie bereits. Die Harfen, alle aus dem Neunzehnten Jahrhundert, besitzen einige Dekorationen, die aus in Formen gegossem Gips bestehen (Foto 8).

Die Resonanzdecke der Harfe besteht aus Tannenholz. Die “Resonanz-Rottanne” wird wegen ihrer optimalen akustischen Eigenschaften für die besagten Instrumente so genannt und ist eine besondere Sorte von Rottanne mit sehr wenigen Holzknoten.
Sie wird oft im Handel und im Instrumentenbau als “männliche Tanne” wegen ihres tiefen Klanges bezeichnet, obwohl sie sowohl männlich als auch weiblich ist. Seit Jahrhunderten ist sie bei den Bauern der Saiteninstrumente beliebt, die die Resonanzdecke der Instrumente daraus bauen. Das Wachstum dieser “singenden Bäume” ist auf wenige europäische Gegenden mit kaltem Klima beschränkt. Man findet sie vor allem in Italien, in der Gegend von Trient.
Einige der Instrumente sind “Érard-Harfen” (Foto 9), nach dem Erbauer genannt, der die Mechanik der sieben Pedale entwickelt und perfektioniert hat, so dass es möglich wurde, die Noten um zwei Halbtöne anzuheben, je einen pro Pedalposition. Jede Saite ist mit zwei Scheibchen verbunden; beim Drücken des Pedals wird die erste Scheibe aktiviert, welche in der Rotation die Note um einen Halbton erhöht (erste Pedalposition); in der zweiten Pedalposition wird die zweite Scheibe gedreht, welche die Note um einen weiteren Halbton erhöht.

Es gibt außerdem eine Harfe mit gekreuzten Saiten (Pleyel), die technisch so schwer zu spielen ist, dass sie nur selten eine befriedigende Tonqualität erzielt und deshalb nur auf wenig Erfolg stieß (Foto 10).

Im ERSTEN SAAL haben wir die dichte Konzentration von fünf Kontrabässen, unter diesen den seltenen Gofriller, der seinen Namen von dem Erbauer “deutscher Herkunft” erhalten hat – wie man damals sagte – er stammte aus Südtirol und hatte seine Werkstatt bei den Santi Apostoli (Foto 11). Außerdem gibt es den Kontrabass von Carlo Giuseppe Testore (oder Testori), beide vom Ende des 17. Jahrhunderts und die restlichen, zwei aus dem 18. Jahrhundert (Foto 12) und einen aus dem 19. Jahrhundert.


In der Mitte des Saales enthält der große, von der Fondazione Querini Stampalia gestiftete Schaukasten Bratschen und zwei Geigen, von diesen eine für Erwachsene und eine kleine für Kinder (Foto 13). Kinder spielen – damals wie heute – kleinere Instrumente, die, obwohl proportionell kleiner, funktionell identisch zu den Geigen normaler Größe sind und in den Größen ¾, ½ usw. bis zu 1/32 hergestellt werden.

Diese Instrumente haben im Laufe der Zeit ihre optimale Form entwickelt, mit den gegenüberliegenden seitlichen “C-Formen”, durch die der Bogen spielen kann, ohne gegen den Klangkasten zu stoßen.
Im Schaukasten darf die Viola d’Amore nicht fehlen, die normalerweise außer den sieben Saiten, die durch den Bogen gespielt werden, weitere sieben Saiten besitzt, die aus reiner Sympathie mitschwingen, wobei die vibrierende Frequenz der Spielsaiten die Resonanzsaiten mitschwingen lässt. Unsere Viola d’Amore stammt aus dem 18. Jahrhundert; sie hat auf der Schnecke keine Amorette, woher möglicherweise diese Art von Viola ihren Namen erhält.
Alle Bogen-Instrumente besitzen einen sehr gewölbten und hohen Steg, damit der Musiker die einzelnen Saiten spielen kann. Bei der Laute ist es ganz anders, ihr Steg ist weniger gewölbt, weil nicht der Bogen den Ton erzeugt, sondern die rechte Hand des Musikers, dessen Finger umso schneller laufen, je näher die Saiten zusammen liegen.
Ein weiteres Podest außerhalb des Schaukastens zeigt die Cello-Sammlung und eine einzige Viola da Gamba mit Darmsaiten, aus dem 18. Jahrhundert und sehr kostbar, da diese in Venedig sehr selten ist (Foto 14). Die Viola da Gamba ist ein Saiteninstrument, welches normalerweise über sieben (französische Viola da Gamba) oder sechs Saiten (englische Viola da Gamba) verfügt. Sie wurde zwischen Mitte und Ende des 15. Jahrhunderts entwickelt und vor allen Dingen in der Renaissance und im Barock gespielt.

Obwohl der Name sich auf die Violine bezieht, gibt es Unterschiede, die die Familie der Viola da Gamba von den Geigen unterscheidet. Die Viola da Gamba hat auf dem Griffbrett die Intervall-Sprünge eines Halbtons mittels der “Bünde” angegeben (quer über den Hals gebundene Tierdarmsaiten). Obwohl die Tönhöhe wie bei der Laute durch den Griff bestimmt wird, so werden die Saiten doch, anders als bei der letzteren, nicht gezupft, sondern mit dem Bogen gespielt.
Die Viola da Gamba bezeichnet außerdem eine weitere Instrumentenfamilie: diese geht von der Sopran-Viola (der kleinsten) bis zur Kontrabass-Viola (oder Violone), über die Alt-, Tenor- und Bass-Viola. Die letztere wird vor allen Dingen als Solo-Instrument benutzt und ist in unserem Museum ausgestellt.
Außerhalb des Schaukastens auf einem weiteren Podest sehen wir zwei sehr schön dekorierte Chitarronen (Foto 15); Der Chitarrone ist eine Lauten-Variante des 17. Jahrhunderts, ähnlich der Theorbe; sein Hals ist länger als der der Theorbe, der bereits die Länge des Lautenhalses übertrifft. Das Instrument besitzt auch tiefe Saiten, die man nur mit der rechten Hand spielt. Er wurde vor allem benutzt, um den Generalbass im Orchester, in zwei- oder dreistimmigen Stücken zu spielen und um Gesang zu begleiten.

Eine Ausnahme unter den Saiteninstrumenten des Saals, aber trotzdem mit ihnen verbunden, ist eine anonyme Celesta vom Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts (Foto 16). Das Instrument entstand auf der Suche nach neuen Klangqualitäten, ganz anders als das delikate Cembalo, dessen Saiten im Unterschied zum Hammerklavier oder zum Klavier gezupft werden.

Bei diesen letzteren wird der Klang in der Tat durch Saiten hervorgerufen, die über die Tastatur durch Hämmerchen angeschlagen werden. Auch im Fall der Celesta wird der Klang durch Hämmerchen verursacht, diese schlagen hingegen auf Metallblättchen.
Bei unserer Celesta haben wir anstelle der Blättchen Glöckchen. Die Glocken-Celesta ist auch unter dem Namen Glockenspiel bekannt.
Die Celesta erscheint zum ersten Mal in Tschaikowskis schöner “Nussknackersuite” der Zuckerfee. Unter den berühmten Stücken für Celesta befindet sich das außerordentliche Finale der Sinfonie Nr. 13 in b-moll “Babi Jar” von Schostakowitsch.
Neben der Celesta steht ein venezianisches Hammerklavier aus dem 19. Jahrhundert, welches in San Lio hergestellt wurde (Foto 17). Das Hammerklavier hieß im Italienischen ursprünglich “Gravicembalo con il piano ed il forte”, weil die Tonerzeugung nicht über gezupfte Saiten wie beim Cembalo ging; sein Klang wurde durch das Schlagen der Hämmerchen auf die Saiten verursacht.

Ihre Lederbespannung erzeugte einen lieblicheren und weicheren Klang als das befilzte Hämmerchen beim späteren Klavier.
Das im Museum ausgestellte Hammerklavier wurde bis vor nicht allzu langer Zeit von Schülern und SchülerInnen der Scuola media (Mittelschule) benutzt und besaß ursprünglich einen Spiegel aus Zinn, der leider zerbrochen ist. Das Hammerklavier wurde im Gegensatz zum Klavier vor allem in der Kammermusik verwendet. Beim Hammerklavier (wie auch beim Klavier) variiert die Anzahl der Saiten, die auf eine Taste kommt, von eins bis drei, je nach Größe des Instruments und anderen Faktoren.
Das Hammerklavier wird um die Mitte des 19. Jahrhunderts seine Identität verlieren – in dem Moment, als eine größere Lautstärke benötigt wurde – aufgrund der Verbreitung von öffentlichen Konzerten mit großem Publikum. Heute wird das Instrument bei philologischen Aufführungen wieder sehr geschätzt.
An den Wänden des Saales hängen zwei Gemälde Milesis, eines ist Barbara Marchisio (Foto 18), einem Alt mit einem außerordentlichen Stimmumfang, gewidmet; ihr und ihrer Schwester Carlotta hat Rossini aus Dankbarkeit die Petite Messe Solennelle gewidmet, die speziell auf deren besondere Stimmen zugeschrieben ist. Sie sangen in der Uraufführung am 14. März 1864 in Gegenwart der aristokratischen und intellektuellen Pariser Elite im Hause des Grafen Alexis und der Gräfin Louise Pillet-Will, Rossinis Bankiers und enge Freunde.

Das andere Gemälde Milesis von 1914 ist ein Portrait des Komponisten und Organisten Maestro Bossi (Foto 19), der einer der ersten Direktoren des Konservatoriums war (1895-1902). Der Maestro setzte sich in einer Zeit für die Instrumentalmusik ein, in der das Melodrama dominierte.

Nach einem Beginn als Maler mit anekdotenhaftem Geschmack, innerhalb dessen er das venezianische Leben der Gondel- und Bootsfahrer, der Verkäufer u.ä. darstellte, wurde er zu einem der erfolgreichsten venezianischen Portraitmaler der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, was auch diese Gemälde zeigen. Musiker, Schauspieler und das Bürgertum jener Zeit wandten sich an ihn.
Saal der Blasinstrumente
Der ZWEITE SAAL des Museums ist den Blasinstrumenten gewidmet, den sogenannten Bläsern. An den Wänden werden einige Persönlichkeiten des Konservatoriums vorgestellt: unter den Leinwänden eines anonymen Malers sehen wir Fortunato Magi, den ersten Direktor des Konservatoriums (Foto 20), Ermanno Wolf Ferrari (Foto 21), auch er Direktor und außerdem Komponist liebenswerter Musikstücke, unter diesen “Die vier Grobiane”.


Malipiero, hingegen, der über längeren Zeitraum an der Wiederentdeckung der Alten Musik gearbeitet hat und Vivaldi in die Konzertsäle zurückbrachte, ist ein schöner Bronzekopf gewidmet (Foto 22). Er hat dank seiner römischen Verbindungen den Palast restauriert und ihn teilweise wieder zu seinem alten Glanz gebracht, indem er die Loggien zwischen den beiden Innenhöfen und einige Fenster auf dieselben wieder öffnete und die Veränderungen, die durch die Unterteilungen für Wohnungen im 19. Jahrhundert entstanden waren, rückgangig machte; auch die alten Decken wurden freigelegt.

Unter den Portraits darf unser Benedetto Marcello nicht fehlen, dem das Konservatorium gewidmet ist, auch wenn das Gemälde nur eine Kopie ist (Foto 23).

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die Instrumente richten, so befinden sich unter denjenigen, die von Laien als eigenartig angesehen werden, ein Cimbasso (eine Ventilposaune) und eine Buccina (ein Naturhorn oder Naturtrompete aus dem 17. Jahrhundert (Foto 24 und 25). Das Cimbasso ist ein Blechblasinstrument aus der Familie der Posaunen, der sehr tiefe Töne erzeugen kann. Er wurde im 19. Jahrhundert entwickelt und ist noch heute in Verdi-Orchestern üblich, wie man in der letzten Aida-Aufführung 2019 im Fenice-Theater sehen konnte (Foto 26).



Die Buccina, eine Art von krummer Trompete, wurde in römischer Zeit für militärische Zwecke verwendet, je nach Klang des Signals teilte sie den Soldaten mit, ob sie zur Waffe greifen oder sich in unterschiedlichen Formationen aufstellen sollten; sie ist auch auf einem Fresco im Konzertsaal des Konservatoriums dargestellt. Im Mittelalter wurde seine Form vereinfacht und schrittweise verändert und nahm auch, dank leichterer Metalllegierungen, eine wirkliche musikalische Funktion ein.
Unter den Blasinstrumenten haben wir ein Fagott, ein Instrument von tieferer Stimmlage, welches vor allem im 19. Jahrhundert an Wert gewann und verbessert wurde, als der Romantizismus in seinen Klängen die intensiven Farben der Natur nachahmte. Das Kontrafagott (Foto 27) ist das größte Instrument der Holzbläser, besitzt eine sehr lange Röhre und ist mehrere Male geknickt. Es erzeugt sehr tiefe Töne, noch tiefer als das Fagott, unter den tiefsten des gesamten Orchesters.

Ein weiterer Schaukasten ist den Pikkoloflöten und den Flöten gewidmet (Foto 28): die Pikkoloflöte ist die kleinste der Querflöten, wie man es sehr gut auf dem Foto sehen kann, welches zwei Pikkoloflöten und vier Flöten zeigt. Ein weiterer Schaukasten enthält Trompeten (Foto 29), aber auch ein schönes Französisches Horn des 20. Jahrhunderts (Foto 30). Die Trompete ist eines der ältesten Instrumente der Welt; in der Bibel wird außer den Trompeten aus Metall mehrere Male von einer aus Widderhörnern gesprochen.



Auch an Oboen mangelt es nicht, zwei davon aus dem 19. Jahrhundert (Fornari), dann die Oboen d’Amore, die Bombarden und das Ranchett (oder Rackett), ein Englischhorn (Foto 31) und in einem anderen Schaukasten Chalumeaux und Klarinetten (Foto 32).


Freimaurer-Symbolik?
Man darf nicht vergessen, dass in den letzten Jahren das Mezzaningeschoss, in dem das Museum seine Ausstellungsräume hat, Gegenstand von Untersuchungen und Diskussionen über seine Bedeutung und über die Symbolik seiner Dekorationen ist, denn es scheint, als ob es ein beliebter Treffpunkt der Freimaurer gewesen sei, die in der Familie Pisani überzeugte Vertreter hatten; wir sehen die Sonne, die vier Elemente, die Sternzeichen, Jahreszeiten und am Eingang das Winkelmaß und den Zirkel (Foto 33), alles zusammen könnte in diese Richtung deuten.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass dieselben Dinge wiederholt und betont an anderen Stellen des Palastes auftauchen, und auch dort unter diesem Gesichtspunkt untersucht werden.
Hoffnungsvoller Schluss
Wir warten nun vertrauensvoll und mit Hoffnung auf regelmäßige Öffnungszeiten unseres Museums des Konservatoriums, auf dass es nicht nur von den Musikern und Fachleuten bewundert und genutzt werden kann, sondern auch von Laien, auch wenn diese lediglich neugierig und interessiert sind, genau wie ich.
loredana giacomini
loredanagiacomini@gmail.com
www.bestveniceguides.it
Ein Dank geht an Maestro Marco Nicolè, den Direktor des Konservatoriums für seine freundlichen Auskünfte.

