Platz und Kirche von Santi Giovanni e Paolo

Der Fondaco dei Tedeschi

Das jüdische Ghetto

 

Ketzer und Ungläubige: unterschiedliche Glauben und ausländische Gemeinden in einer kosmopolitischen Stadt

Auf den Spuren der deutschen Gemeinde zwischen Rialto und San Giovanni e Paolo: im Herzen Venedigs neben der Rialto Brücke und gegenüber des Rialtomarktes ist das wunderbare Handelszentrum der Germanen, das Handels-Quartier der Kaufleute von jenseits der Alpen, die seit Jahrhunderten mit Venedig wirtschaftliche, kulturelle und freundschaftliche Verhältnisse gepflegt hatten. Die ersten lutherischen Texte, die die Kaufleute aus Deutschland mitgebracht hatten, und die Predigten der zahlreichen Mönche, die in Luther ein spirituelles Wiederaufblühen erkannten, waren die Anreger lebhafter Debatten in Gassen und Campi, Märkten, in den Geschäften oder Privathäusern, und viele Venezianer waren daran beteiligt. Bei diesem Rundgang werden wir die Stammplätze der deutschen Kaufleute erkunden, der Fondaco dei Tedeschi, die imposante dominikanische Basilika von San Giovanni e Paolo, und werden die Orte kleiner und großer Aktionen der Rebellion gegen die römischen Dogmen aufsuchen. Auf Anfrage werden wir auch die Kirche von San Bartolomeo besichtigen wo die Nürnberger und Augsburger Kaufleute ihre Altäre hatten, und mit der sie bis zum Fall der Republik enge Verbindungen gepflegt haben.

 

Deutsche Ketzer am Rialto, und jüdische Ungläubige im Ghetto:
Einen Rundgang zur Entdeckung zweier wichtigen Handelsgemeinden der venezianischen Wirtschaft, mit denen man im Namen der Handelsbeziehungen einen Kompromiss finden musste. Nachdem viele Deutsche zur Lutherischen Reform konvertierten, entstanden Probleme mit der deutschen Gemeinde. Die Spaltung zwischen Katholiken und Protestanten hat in ganz Europa zu blutigen Kriegen geführt, aber dank einer Gleichgewichtspolitik hat Venedig es geschafft sowohl mit den Protestanten, die in der Stadt lebten als auch mit den reformierten Ländern des Nordens ihre Beziehungen zu erhalten.

Die Juden hingegen waren keine Verräter des wahren Glaubens sondern Ungläubige, und seitdem die ersten Familien sich in Venedig niedergelassen hatten, hatte die Regierung eine Reihe von Verträgen und Normen für Ihren Aufenthalt in der Stadt verabschiedet. Im Laufe des XVI Jahrhunderts wurden diese Regeln immer strenger, und alle Juden (Aschkenasen, Sepharden und italienischen Juden) wurden gezwungen auf ein Gebiet umzuziehen, das von Kanälen umgrenzt war: das Ghetto. Diese Insel wurde ihnen von der Regierung zur Verfügung gestellt.

Bei diesem Rundgang werden wir von Rialto, dem Herzen der Stadt, durch den Bezirk von Cannaregio laufen bis wir den malerischen Campo del Ghetto im Norden der Stadt erreichen.

 

 

In Kürze…

Fondaco dei Tedeschi, Campo Santi Giovanni e Paolo, Campo dei Gesuiti, das jüdische Ghetto

 

Dauer der Tour: ab 2-3 Stunden

 

Kosten der Tour: ab 75 Euro pro Stunde (+ Eintrittskarten)